Wettkampf

Die Wettkampfregeln des Allkampf-Jiu-Jitsu wurden entwickelt um einen fairen Leistungsvergleich zwischen Kampfsportlern zu ermöglichen. In dieser speziellen Art des Zweikampfes sind Schläge und Tritte mit vollem Kontakt genauso gestattet wie das zu Boden bringen des Partners durch Wurftechniken sowie abschließende Bodenarbeit mit Festlege-, Hebel- oder Würgetechniken. Alles so nahe wie möglich an der Realität eines unvermeidbaren Kampfes, aber mit Schutzausrüstung sowie festen Regeln zum bestmöglichen Schutz der Kämpfer.

Diese Art Wettkampf erfordert einen vielseitigen Typ Kampfsportler, der sich auf verschiedene Situationen schnell einstellen kann.

Die Wettkämpfe im Allkampf-Jiu-Jitsu tragen durch ihre Realitätsnähe zur besseren Vorbereitung auf in Selbstverteidigungssituation bei, können aber nicht die alleinige Grundlage bilden. Denn immer noch gilt: „Es gibt nur eine Regel in der Selbstverteidigung – Es gibt keine Regeln!“. In diesem Sinne ist der Wettkampf nur einer von vielen Bausteinen im System Allkampf-Jiu-Jitsu.

Wettkampfregeln - Freikampf

Die höchste technische Perfektion im Freikampf des Allkampf-Jiu-Jitsu besteht darin, den Gegner fair und ohne Verletzung zu besiegen. Sämtliche Kampftechniken sind so auszuführen, dass dem anderen Kämpfer keine Verletzungen oder bleibende Schäden zugeführt werden.

Bei jedem Wettkampf im System Allkampf-Jiu-Jitsu ist die Anwesenheit eines Mattenarztes zwingend erforderlich, um eine eventuell notwendige ärztliche Notversorgung verletzter Kampfsportler zu gewährleisten.

Ausrüstung

Pflicht"Gi" (Ellenbogen und Knie bedeckt)
 bis 10 Jahre - offener Faustschutz mind. 8oz
 ab 10 Jahre - Tsukischutz
 Tiefschutz männliche Kämpfer
EmpfehlungZahnschutz
 Tief- und Brustschutz weibliche Kämfper

Wettkampftechniken

  • Stoß-, Schlag-, Tritttechniken zur Körpervorder- und Körperaußenseite
  • Tritttechniken zur Außen- und Innenseite der Beine
  • Wurftechniken
  • Würgetechniken mit Hilfe von Jacke, Unterarm, Beine
  • Hebeltechniken an Schulter, Arm, Hand, Bein, Fuß und Genick
  • Festhalte- und Festlegetechniken in Bauch- und Rückenlagen

Verbotene Wettkampftechniken

  • Stoß-, Schlag-, Tritttechniken zum Kopf, Hals, Rücken, Unterleib, gegen Gelenke sowie in Bodenlage
  • Fingerstiche, Kopfstöße, Knie- und Ellenbogentechniken
  • Wurftechniken bei Gleichzeitigkeit einer Würge- oder Hebeltechnik
  • Finger- und Zehenhebel
  • Angriffe auf die Wirbelsäule
  • Nierenschere

Wettkampfgericht

  • 1 Kampfrichter
  • 3 Punktrichter
  • 1 Zeitnehmer
  • 1 Schreiber

Wettkampfzeit
Kinder2 min
Jungend, Erwachsene3 min (alternativ 2 min möglich)

Wettkampffläche

Mattenfläche 6 m x 6 m mit einer umlaufenden Sicherheitszone von 1 m,
Mindeststärke der Matten 30 mm

Wertung

1 PunktWirkungstreffer durch Stoß-, Schlag- oder Tritttechnik
1 PunktFesthalte oder Festlegetechnik, Kämpfer ist dabei 15 sek. neutralisiert
1 PunktWurftechnik bei der der Kämpfer ohne Kraft oder Schwung, nicht zum größten Teil, auf den Rücken geworfen wird
- 1 PunktVerwarnung des Kämpfers wegen Verstoß gegen die Wettkampfregeln
T.K.OSieg durch Überlegenheit eines Kämpfers bei 10 Punkten Vorsprung
K.OAufgabe des Kämpfers

  • die Wertung (durch die Punktrichter) erfolgt während des Kampfes, es wird nicht unterbrochen
  • Hebel- und Würgetechniken müssen ohne Ruckbewegungen angesetzt werden
  • bei Regelwidrigkeit erfolgt eine Verwarnung des Kämpfers
  • grobe Regelverstöße, 3 Verwarnungen oder unsportliches Verhalten führen zur Disqualifikation des Kämfpers